Ergotherapie
Ergotherapie ist eine medizinische Heilmaßnahme. Sie ist fester Bestandteil medizinischer
und rehabilitativer Behandlungs- und Versorgungsangebote für Kranke und Behinderte aller Altersstufen.
Ergotherapeuten arbeiten nach einem handlungs- und alltagsorientierten Konzept. Sie setzen spezielle Therapiekonzepte,
handwerklich gestalterische Prozesse, sowie lebenspraktische Aktivitäten gezielt als therapeutische Massnahme ein.
Ziel der Behandlung ist die Wiederherstellung, Verbesserung oder Kompensation der krankheitsbedingt eingeschränkten Funktionen
und Fähigkeiten.
Ergotherapie in der Pädiatrie:
Im Fachbereich der Pädiatrie werden Kinder mit verschiedenen Auffälligkeiten und Störungen behandelt z. B.
- Entwicklungsrückstände, die in allen Bereichen auftreten können (Sprache, Motorik)
- Hyperaktivität
- Konzentationsschwierigkeiten
- Störungen der Grob- und Feinmotorik
- Wahrnehmungsstörungen (z. B. herabgesetztes Schmerzempfinden, Gleichgewichtsunsicherheiten, akustische und visuelle Wahrnehmungsstörungen)
- Lese- Rechtschreibschwäche
- Verhaltensauffälligkeiten (Aggressivität, Angststörungen)
- körperliche und geistige Behinderungen
Behandlungsziele:
- Verbesserung und Erhalt der Selbstversorgung, der Alltagsbewältigung, der Beweglichkeit, Mobilität und Fortbewegung, der Geschicklichkeit, der Ausdauer und Belastungsfähigkeit, der kognitiven Funktionen
- Entwicklung und Verbesserung der graphomotorischen Funktionen (Schreiben), der sozio-emotionalen Kompetenzen, des situationsgerechten Verhaltens und der zwischenmenschlichen Beziehungen
- Erlangung von Handlungs- und Alltagskompetenzen, Fähigkeiten des täglichen Lebens
- Kompensation nicht entwickelter oder verloren gegangener Funktionen und Erlernen von Ersatzfunktionen
Im Förderzentrum werden zur Zeit ca. 70 Kinder und Jugendliche von 3 Ergotherapeuten behandelt.